Hallo zusammen

Ich möchte euch hier ein wenig über die Wakeboard WM in Mexiko und die Vorbereitungen erzählen. Ich bin schon viele Wettkämpfe gefahren, auch überregional, doch zwei Wochen Vorbereitung für einen Wettkampf in 13000 km Entfernung war auch für mich ein großes Abenteuer.

1:25min hat eine Runde am cable. Da muss alles passen! Ich war eine Woche in HipNotics und habe mich auch in Deutschland knapp vor der WM nochmal komplett auf Inverts konzentriert. Als es dann am 01.11. nach Mexiko ging war ich relativ gelassen.

Wir sind gegen 20 Uhr Ortszeit am Flughafen angekommen müssten aber schnell feststellen, dass die mexikanischen Uhren etwas anders ticken und so mussten wir leider noch etwa 2 Stunden auf unseren Shuttlebus warten. Leider hat die Fahrt dorthin nochmal ca 5 Stunden gedauert auf Grund von Stau und Ortsunkenntnis des Busfahrers.

Schlafen hat sich auch nicht mehr gelohnt, da wir um 6 Uhr morgens zum ersten Training los mussten. Das ist für mich einfach die komplett falsche Tageszeit zum wakeboarden 😜

Auf Grund der Übermüdung lief bei keinem aus dem Team das Training wirklich gut. Nachdem wir die ersten Eindrücke gesammelt haben sind wir zurück zur Unterkunft und haben uns etwas erholt.

Um 17 Uhr gab es das zweite Training und da lief es schon wesentlich besser.

Wir hatten in den darauffolgenden Tagen immer ein Mal am Tag Training, das auch im großen und ganzen gut lief, nur leider mein Switch mobe nicht, was mich ziemlich nervös machte.

Freitag war die Eröffnungsfeier die für mich ein besonderes Erlebnis war, da es meine erste WM war.

Samstag waren dann die ersten Qualiäufe, bei denen ich gar nicht so nervös war.

Allerdings lief mein erster Run sehr wackelig und war sehr unsauber. Der zweite dagegen war top und ich konnte mich direkt für das Finale qualifizieren, womit ich absolut nicht gerechnet habe.

Ich wurde von da an immer nervöser.

Montag war dann der Tag des Finals und leider habe ich mir durch die Nervosität denn Kaumuskel verspannt und konnte kaum schlafen. Ich musste Schmerzmittel einnehmen damit ich halbwegs essen konnte. Das steigerte meine Nervosität umso mehr. Ich bin im warmup nur drei oder vier Runden gefahren um etwas auszuprobieren das auch gut ging.

Dann startete mein Final, ich war fünfter Starter und konnte es kaum erwarten zu starten. Ich zitterte am ganzen Körper.

Dann bekam ich die Hantel in die Hand und es wurde ruhig um mich. Die Nervosität war weg und ich konnte endlich aufs Wasser und bin den ersten Run recht gut durchgefahren, aber leider am Kicker gestürzt. Ich konnte mich aber mit diesem Run auf den vierten Platz schieben und da sich niemand bis zu meinem zweiten Run vor mich schob war ich sicherer vierter. Ich startete meinen zweiten Run und stürzte aber beim s-Bend blind.

Ich war vierter und habe es erst gar nicht begriffen. Erst zwei drei Stunden später war mir klar was passiert war und habe mich da auch erst richtig gefreut. Die zweite Woche wurde damit verbracht die anderen Fahrer zu unterstützen und die Zeit dort zu genießen. Auch hier möchte ich mich nochmal herzlichst bei Josef und Maik für meine beste Saison bedanken.

Ohne euch wäre das dieses Jahr nicht so gelaufen. Ich bin stolz zu eurem Team zu gehören und GoodBoards als meinen Sponsor zu haben.

Natürlich geht auch ein Riesen dank an das gesamte deutsche Team die mich in Mexiko so sehr unterstützt haben.

Ich hoffe ich seh euch alle bald wieder

Lieben Gruß und shred ob

MARKUS